Parteien und Energiepolitik (1)

"Regierungen kommen und gehen, aber die deutsche Kernkraft bleibt bestehen." ***

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*** Wilfried Steuer, Präsident des Atomforums

Bis in die frühen 1970er Jahre gab es in der Bundesrepublik bezüglich der Atomenergie eine von allen Parteien getragene Euphorie. Die Atomkraft galt als "die Energie der Zukunft", mit der die Vorstellung einer gesicherten Energieversorgung für Jahrhunderte verbunden war. Unter den politischen Parteien gab es in dieser Hinsicht einen große Übereinstimmung. Aus dem Bundesministerium für Forschung hieß es 1966: "Der Deutsche Bundestag hat das Atomprogramm dieses Jahr ohne Diskussion angenommen, d.h., die Entwicklung der Atomreaktoren scheint den Mitglieder des Bundestages eine unbestrittene Sache zu sein."

Hunderte von Politikern sitzen - z.T. gegen hohe Aufwandsentschädigungen - in den Aufsichtsgremien der Energieversorger. Die Grenzen zwischen öffentlichem Interesse und den Konzerninteressen verwischen dabei. ("Atomfilz") (Randbild / Timo Vogt)