Geschichte der Atomwirtschaft in Deutschland (1)

Milliardensubventionen in Risikotechnologie

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Nachdem Otto Hahn 1938 die erste Kernspaltung gelungen war, richtete sich im Zweiten Weltkrieg das Interesse in Deutschland und des USA zunächst auf den Bau der Atombombe. Während Nazi-Deutschland an der Entwicklung scheiterte, zündeten die USA die ersten Atombomben über Hiroshima und Nagasaki.
Schon wenige Jahre nach Kriegsende lief die bundesdeutsche Atomforschung wieder an, diesmal vor allem unter dem Signum der "friedlichen Nutzung". 1956 bildete sich unter dem Atomminister Franz-Josef Strauß das Deutsche Atomforum. Hier setzten sich Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter, die zuvor schon hohe Posten im Nationalsozialismus hatten, dafür ein, die Atomwirtschaft mit staatlicher Förderung zu einem profitträchtigen und mächtigen Wirtschaftszweig zu machen.
Otto Hahn (am Tisch rechts) als stellvertr. Vorsitzender der Atomkommission, stehend: Franz-Josef Strauß