Radioaktive Belastung im Körper - Beispiele (3)

Ablagerungen in Organen führen zu Krebs

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Strontium 90 ist ein radioaktiver Stoff, den unser Körper nicht vom Calcium unterscheiden kann, d.h. es wird wie Calcium in die Knochen eingebaut, besonders in der Zeit des Wachstums oder bei Kalkmangel. Das eingebaute Strontium 90 strahlt direkt auf die Knochen und das Knochenmark und zwar über 50 Jahre lang, denn so lange dauert es, bis eine aufgenommene Menge Strontium über die Niere ausgeschieden wird.
Jeder Mensch hat ein "strahlendes" Strontium-Konto in seinen Knochen, wo durch die tägliche Nahrung neue strahlende Teilchen dazu kommen. Die Strahlung summiert sich, im Ergebnis kann eine zu hohen Strontium-Dosis nach 10-15 Jahren zu Leukämie und nach 15-25 Jahren zu Knochenkrebs fühen.
Dieses Calcium-Strontium Depot wird unter bestimmten Bedingungen teilweise mobilisiert, so kann z.B. bei einer Schwangeren Frau das Strontium 90 vermehrt mit dem Calcium in die Muttermilch gelangen.
Jod hat eine Halbwertzeit von 8,05 Tagen, d.h. seine Strahlung ist nach circa 8 Wochen annähernd abgeklungen. Leider haben nicht alle Spaltprodukte eine so geringe HWZ Strontium z.B. hat eine HWZ von 28,1 Jahren und Cäsium von 30 Jahren, d.h. diese begleiten uns ein ganzes Leben lang und die nachfolgende Generation ebenfalls.